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23.10.2006 Cuenca

 

mit unserer schmutzwäsche bewaffnet verlassen wir die cabanas. auf nach cuenca. wäsche abgeben, infos holen, internet checken.

 

keine 10 meter vom hostel entfernt stoppt neben uns ein junger mann in einem pickup mit der aufschrift "lavanderia" - wäscherei. nach einer netten unterhaltung und dem üblichen preis-verhandlungs-spiel geben wir unseren beutel einer wildfremden person auf der straße. gegen 16.00 uhr sollen wir dann unsere wäsche wiedersehen...

 

suse setzt sich ins internetcafe und checkt die emails, ich gehe hinunter zur touristeninformation. dabei fällt mir sofort auf, wie schön cuenca ist. herrliche alte bauten entlang der uferpromenade, liebevoll eingerichtete geschäfte, alte kaufmannsläden, schöne plazas...




werbung in cuenca

ich tausche unsere letzten peruanischen soles in dollar um, der währung ecuadors und dann begebe ich mich zur touri-info. nach ausreichenden informationen, aber ungenügendem kartenmaterial über den nationalpark cajas schlendere ich noch ein wenig durch cuenca. ich schaffe es nicht, am eisladen vorbei zu gehen und gönne mir zwei kugeln von je mindestens 200 gramm. das lob ich mir. für die anderen hole ich einige pasteles (kuchenstückchen) vom bäcker und gehe zurück.

 

suse unterhält sich bereits mit unserem wäschemann, der uns pünktlichst unserer klamotten sauber und getrocknet zurückgebracht hat. wir unterhalten uns eine weile und er gibt uns noch gute tipps für den nationalpark. jetzt hängt alles nur noch vom wetter ab, denn es goss heute bereits für einige lange minuten wie aus eimern. wenn das wetter nicht besser wird, werden wir uns den park wohl kneifen...


24.10.2006 Cuenca

 

es geht mal wieder in die stadt. wir schlendern an einigen outdoor- und campingläden vorbei auf der suche nach anderen heringen fürs zelt. leider ohne erfolg.

 

bevor wir wieder ins internet gehen, erkundigen wir uns nach flügen von hier nach mittelamerika. es sieht so aus, daß ein flug von europa hierher günstiger ist, als ein paar stunden nach panama zu fliegen. also vielleicht über berlin nach panama? oder doch kolumbien?

 


25.10.2006 Shopping in Cuenca

 

keine ahnung, was mich geritten hat, aber ich erkläre mich bereit, heute mit den damen nach cuenca hineinzugehen. museen anschauen und artesania begutachten...

 

als erstes geht es zu einem der hutmacher. dort werden wir aber so schroff abgewiesen, daß uns die lust vergeht, weiter nachzufragen, wie denn diese schönen hüte hergestellt werden.

 

um die ecke dann das casa del sombrero. dort empfängt man uns so herzlich, daß wir eine ganze weile bleiben. man lädt uns ein, morgen früh erklärt zu bekommen, wie die hüte gemacht werden. naja, und dann entscheide ich mich, mir einen dieser panamas zu kaufen, was ich bis heute nicht bereut habe.



dann weiter zu einem mercado für artesania, wo wir auch stunden hängenbleiben. hätte wohl darauf bestehen sollen, zuerst ins museum zu gehen.

 

wir schauen uns alles mögliche an: geflochtenes aus palmenfasern, musikinstrumente, tonwaren... alles schön, alles schön schwer.

 

mit qualmenden füßen überrede ich die damen, mit mir ein eis zu essen. der weg führt leider über einen weiteren markt. dort treffen wir margarita aus otavalo, die hier mit ihrer mutter einen stand hat. wir bitten sie um ein foto und sie stimmt zu. so machen wir ein bild von ihr und ihrer mutter und versprechen, es ihnen auszudrucken.

 

dann gibt es ein rieseneis für uns alle und dann drucken wir auch sofort das bild für margerita. auf dem weg zurück zu den cabanas geben wir das foto und obendrein noch ein blümchen bei ihrer mutter ab, margerita ist leider nicht mehr da.


26.10.2006 Cuenca - Casa de sombreros



alberto und suse

 

wir fahren nach dem frühstück zu unserer verabredung mit alberto. in seinem laden angekommen führt er uns in seine kleine werkstatt, die eher einem museum gleicht im zweiten stock. hier zeigt er uns zunächst viele bilder und zeitungsartikel aus vergangenen tagen mit ihm.

 

im alter von sechs jahren lernte er von seinem vater die kunst des herstellens von den berühmten panamahüten. doch wieso heißen sie eigentlich panama-hüte, wo panama doch so weit entfernt liegt?

 

bereits im 19. jahrhundert war der panamahut ein exportschlager. unter anderem wurde er auch nach panama exportiert. dort war der luftige hut sehr beliebt, sowohl bei den goldsuchern, als auch bei den bauarbeitern beim bau des panama-kanals. ein in panama lebender franzose schließlich brachte den hut nach paris zur weltausstellung und seitdem kennt man diesen hut "aus panama" auch in europa.

zu den bekanntesten hutträgern zählte u.a. Al Capone.

hergestellt wird der hut aus den fasern der toquilla-palme. die blätter der palme werden nach drei jahren geerntet, gekocht und getrocknet. dann erfolgt die bleichung in einem schwefelbad. dadurch erhält der hut auch seine weisse farbe. geflochten werden sie meist von frauen, wobei die endfertigung, also das waschen, färben und in-form-bringen sowie bügeln der hüte bei den männern, wie z.b. alberto liegt.

 

gerade die arbeit mit den chemikalien ist alberto dann zum verhängnis geworden. er bekam kehlkopfkrebs, der ihm seine stimme nahm. dies hat jedoch nicht seine nette art beeinflußt und ein lächeln sagt ja eh mehr als tausend worte.

 

unten im laden zeigt er uns noch die rohlinge und wie sie bearbeitet werden, sowie den vorgang des formens und bügelns. währenddessen kommt eine frau mit hut in den laden und gibt den ihren ab. er soll mal aufpoliert werden, d.h. waschen, formen und bügeln. über alberto im laden hängen hunderte von hüten, jeweils mit einem kleinen zettelchen versehen, die namen und wunsch des kunden beinhalten.

 

auch wie die hüte gerollt werden, zeigt uns alberto noch und packt unsere exemplare in von ihm mit lieben sprüchen versehene holzkisten ein.

 

wir bedanken uns bei ihm für seine gastfreundschaft und seine erläuterungen.

 

dann geht es in richtung plaza zum eisessen. dieser ist jedoch gesperrt und so können wir heute nicht bei "tutto freddo" einkehren, sondern gehen zur konkurrenz. auch nicht übel...

 

nächste und letzte station für heute ist das museum aborigenes. dort werden wir von etlichen tausend exponaten aller möglicher kulturen überwältigt. alles darf aus nächster nähe betrachtet werden. dann bleiben die damen wieder bei den souveniren hängen. langsam aber sicher ist meine geduld am ende. ich bin völlig fertig, als wir endlich die uferpromenade in richtung cabanas schlendern...


27.10.2006 Gualaceo


 

wir verabschieden uns von humberto und von cuenca und  machen uns auf den weg in richtung gualaceo.

 

gualaceo hat touristisch wenig zu bieten. ebenso die nachbardörfer chordeleg und sigsig. uns reizen jedoch zwei dinge: in gualaceo soll es die besten cuy des landes geben. cuy sind nichts anderes als meerschweinchen. gegrillt. klingt vielleicht nicht sehr verlockend, aber probieren möchten wir schon...

 

in der nähe von chordeleg gibt es dann noch einen aussichtspunkt auf den vulkan tungurahua, so steht es geschrieben. nachdem wir also den markt von gualaceo erreicht und nach cuy abgesucht hatten, machten wir uns auf den weg zum mirador. cuy gibt es eh erst ab 17.00 uhr auf einem anderen markt.

 

in chordeleg angekommen, will man von einem aussichtspunkt nichts wissen. wir fahren zurück nach gualaceo und kundschaften schon einmal einen guten stellplatz für bus und zelt aus.



dann geht es zum fress-markt. und da finden wir sie: leckere meerschweinchen, aufgespießt auf dicke stöcke und über dem feuer gegrillt. nachdem man uns mal wieder das geld aus der tasche ziehen will, einigen wir uns auf 5 dollar und ziehen mit zwei nagern in der tasche weiter. am flußufer parken wir und machen uns über die tiere her. geschmacklich sind sie schlecht einzuordnen, also am besten zu hause den käfig der kinder öffnen und das tier, so wie es ist übers feuer halten, soll heissen: selbst probieren... nur ist nicht viel dran an solch einem kerlchen, weshalb wir uns freuen, nicht nur auf meerschwein als abendbrot zurückgreifen zu müssen.


28.10.2006 Nach Riobamba

 

wir verlassen gualaceo und bewegen uns weiter nordwärts. es geht in richtung riobamba.

 

landschaftlich nicht gerade sehr umwerfend, geht es mal nen hügel hinauf, mal wieder hinab. ecuador sieht zum großteil aus, wie in den alpen, wie wir alle feststellen. nun, vulkane gibt es keine bei uns, das stimmt...

 

in einem kleinen wald kurz vor guamote schlagen wir unser zelt für die nacht auf. wir bereiten das abendessen, als ein wagen hinter unserem hält und bewaffnete männer aussteigen. polizei, bewaffnet bis an die ohren.

 

sie erklären uns, daß es hier in dieser gegend sowas von unsicher sei, daß sie uns raten würden, weiter zumindest bis nach guamote zu fahren. na, wer weiß, wer hier mehr angst vor wem hat, fragen wir uns. als sie uns jedoch etwas von überfällen und morden in dieser gegend erzählen, geben wir gezwungenermaßen unseren schönen stellplatz auf und fahren nach dem abendessen weiter.




campen auf englischem rasen

zuerst geht es weiter nach guamote, wo wir dann auch ein hostel finden. wir treffen einen deutschen "entwicklungshelfer", welcher uns sagt, hier sei es wohl gefährlicher für den bus, als dort wo wir herkommen. wir fahren weiter in die nacht hinein bis nach riobamba. auf der suche nach einer bestimmten hosteria verfahren wir uns etwas, werden aber dann doch nach einigem fragen fündig.

 

schon die einfahrt zu der hacienda wird von security bewacht. auf dem gelände angekommen, sinkt schnell der mut. sieht reichlich teuer aus und auch das guidebuch spricht von 50-dollar-zimmern. frank und katrin fragen nach und - wir können es kaum glauben - wir dürfen bleiben und unser zelt auf dem guten englischen rasen aufschlagen.



Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Aurelius Augustinus

 


nützliche links

 

sleeping

 

hostal la loma
kurz vor puyo auf der hasienda zulay. wunderschöner ausblick auf amazonien und gute schweizer küche.

hosteria abraspungo
eigentlich nicht unsere preisklasse, aber hier liess man uns kostenlos zelten und den bus aufstellen. vielen dank.

casa bambu in quito
eines der besten hostels auf unserer reise. bieten auch zimmer zur monatlichen miete an. anschrift: Solano 1758 y Av. Colombia, Tel. 2226738

hostal karina in tulcan
gegenüber der kathedrale. war unsere unterkunft für eine nacht kurz vor der grenze.

 

tours

 

der cotopaxi
der cotopaxi nationalpark (span.)

altartours in quito
angel, der besitzer gab uns bereitwillig informationen und material über den cotopaxi

 

others

 

atahualpa
kinderhilfsprojekt in ecuador

instituto geográfico militar
institut mit bestem kartenmaterial (z.b. über den cotopaxi) in quito

ecuadorianische tourismusseite