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27.03.2007 Golden Gate und Sausalito

 

Nach einer wunderbaren Nacht im Gästezimmer der Familie bzw. dem gemütlichen Hotelzimmer geht es nach einem gemeinsamen Frühstück in Richtung San Francisco.

 

Meine Tante fungiert als Guide, ich als Chauffeur. Die Golden Gate Bridge ist natürlich Anlaufpunkt Nummer 1.

 

Wir fahren mit dem Auto zu dessen Füßen und parken am Fort. Von hier aus laufen alle über die Brücke. Ich vertreibe mir die Zeit an den Souvenirständen, ehe ich mich ins Auto schwinge und über die Brücke fahre, um die Bande auf der anderen Seite wieder einzusammeln. Ein gemütlicher Spaziergang über die Brücke kann schon mal gut und gerne 45 Minuten dauern. Nicht zu unterschätzen, diese Brücke!

 

Wir fahren hinauf zur Battery Spencer, um den Blick von der anderen Seite auf stadt und Brücke zu haben. Danach geht es ins noble Sausalito, einem kleinen Ort nördlich von S.F. Hier sind die Grundstücke, sollte eines einmal zum Verkauf anstehen zig-fach höher als anderswo in S.F. Wir geniessen die kleinen Strassen und die an den Hang gebauten Häuser. Zudem gibt es im örtlichen Sandwichladen Lunch für uns. Nach einem kleinen Spaziergang durch den Yachthafen geht es zurück in die Stadt: Lombardstreet, Telegraph Hill und Coit Tower.

 

Heute hauptsächlich alles aus dem Auto zu bestaunen. Morgen dann alles "a pie" - zu Fuß.


28.03.2007 China Town

 

WIr parken das Auto in der Nähe des Pier 39. Hier steht man den ganzen Tag für 16 Dollar. Ausnahmslos günstig.

 

Wir laufen vor zum Pier und durchstreifen seine vielen Läden. Heute steht ganz groß auf dem Programm: Cable Car, Chinatown, Lombard und Filbert Street.

 

Klingt nicht nach viel Arbeit, aber wenn man sich zu Fuß die bergigen Strassen von San Francisco hoch und runter arbeitet, weis man am Abend auch, was man getan hat.

 

So geht es zur Cable Car Station unten am Hafen. Mit ihr fahren wir einmal quer durch die Stadt bis zum Bankenviertel.

 

Von hier startet unsere Tour quer durch Chinatown. Zu groß, um alles an einem Tag zu sehen und zu bunt und schillernd, um alles verarbeiten zu können. Kurz nach durchqueren des "Eingangstores" nach Chinatown kommt man sich vor wie in einer anderen Welt. Wie in China. Die Läden sind voll mit bunten Sachen, daneben Lebensmittelmärkte mit allem essbaren, was man sich nur denken kann und teilweise nicht denken will. Erinnerungen an die großen Märkte Südamerikas kommen in uns hoch.

 

Definitiv müssen wir noch einen zweiten Tag nach Chinatown.

 

Danach streben wir die Lombard Street an, danach geht es zur Filbert Street, die mit ihren 31,5% Steigung, die steilste Strasse hier in S.F. ist.

 

So verbringen wir den restlichen Tag in den Strassen. Es gibt kaum eine, die nicht etwas sehenswertes hat. Allein schon die viktorianischen Häuser sind jedes Mal ein Foto wert. Am Abend treffen wir uns alle noch zum Dinner in einem Restaurant am Pier und lassen den Tag ausklingen und gönnen den Füssen Erholung.


29.03.2007 Das süsse Nichtstun... Abflug Teil 1

 

Um 4.10 uhr klingelt mein Wecker. Welch ungewohnte Zeit. Schon lange nicht mehr so früh aufgestanden.

 

Ich bringe Christina und Luise zum Flughafen. Meine Eltern bleiben noch eine weitere Woche hier.

 

Ich düse die 101 hoch und auf dem Rückweg habe ich einen wundervollen Sonnenaufgang. Der wievielte das wohl sein mag, den ich bewusst auf dieser Reise erlebt habe? Ich habe das zählen dieser Dinge schon lange aufgegeben...

 

Der heutige Tag verläuft relativ ruhig. Zunächst wird gefrühstückt, dnan kümmern wir uns um eine Unterkunft für die lieben Eltern, die ja nun nur noch zu zweit sind.

 

Als das alles geklärt ist, und die Eltern in ein anderes Motel umgezogen sind, ist die Mittagszeit ran.

 

Dann folgt ein Spaziergang, ausruhen und etwas Klamottenshopping bei Kohls und Co.

 

Ein Gammel-Tag. Muss auch mal sein, nach so vielen Tagen Nationalparks und "Rumgelatsche".


30.03.2007 Point Reyes

 

Gleich nach dem Frühstück geht es in Richtung Point Reyes State Park, im Norden von San Francisco.

 

Unterwegs halten wir bei Toby´s Feed Barn an. Ich statte mich dort mit allerlei Merchandising aus. Schliesslich steht ja überall mein Name darauf.

 

Im Park laufen wir zunächst den kurzen Earthquake Trail. Wie der Name vermuten lässt, sieht man hier die Auswirkungen des letzten großen Erdbebens. Ganze 7 Meter hat sich die Erde hier verschoben. Gut zu erkennen an einem Zan, welcher einst genau dort entlang lief, wo sich die Erde auftat.

 

Wir machen Lunch und fahren weiter bis zum Lighthouse. Mit Suse gehe ich alleine die vielen Stufen zum Leuchtturm hinab, wo ein Ranger so dies und das erklärt, ehe er auf den Pazifik zeigt. Wow. Wale. Keine 200 Meter von der Küste entfernt sehen wir riesige Wale, wie sie mit kleinen Wasser-Fountainen Ihre Luft ausatmen. Beeindruckend. Bisher sind uns diese Meeresbewohner verborgen geblieben. In Argentinien waren wir zur falschen Zeit am falschen Fleck, aber hier nun sehen wir sie, wenn auch in weiter Ferne...

 

Wir besichtigen noch allerhand alte Farmhäuser, die allesamt nur noch als Museum fungieren und treffen unterwegs einige Elche. Stolze Tiere.

 

Erst spät am Abend erreichen wir wieder Sunnyvale.


31.03. - 01.04.2007 Die Familie

 

Heute und morgen lernen wir dann den Rest der Familie kennen. Zunächst Cousine und Kinder, dann des Onkels Schwester und Mann.

 

Der Empfang ist stets herzlich und man fühlt sich sofort sehr wohl. Nun kenne ich jeden meiner Familie. Ein schönes Gefühl.


02.04.2007 Santa Cruz

 

Am Morgen geht es noch kurz ein paar Kleinigkeiten erledigen, noch etwas einkaufen und dann fahren wir mit den Eltern in Richtung Santa Cruz.

 

Heute ist ihr letzter Tag und diesen wollen wir unbedingt am Meer, am Pazifik verbringen.

 

Wir schlendern über die Pier von Santa Cruz und nehmen unser Mittagessen direkt in einem Restaurant dort ein. Fisch und allerlei anderes Meeresgetier steht auf der Speisekarte und vorneweg immer die von uns so geliebte Clamchouder-Suppe.

 

Vorbei am Surferdenkmal machen wir ein kleines Verdauungsschläfchen direkt am Leuchtturm. Keine 50 Meter entfernt kämpfen die Surfer mit den Wellen. Es ist herrlich hier.

 

Wir fahren die Küstenstrasse weiter gen Norden und landen in Davenport wo es in einem kleinen Diner, welches ich vor 4 Jahren schon einmal besuchte, Eis und Kuchen gibt. Dann geht es zu Fuß noch einmal hinauf auf die Klippen und ein letztes Mal gibt es für die Eltern einen Blick auf den Pazifik mit untergehender Sonne.

 

Den Rückweg wollte ich interessant gestalten, indem wir quer durch die Wälder fahren. Leider verliere ich dabei etwas die Orientierung und so landen wir direkt vor den Toren der hier ansässigen streng bewachten Forschungseinrichtung von Lookhead, tätig für Militär und Raumfahrt.

 

So schnell, wie wir an das Tor heran gefahren sind, so schnell drehen wir wieder um und geben Gas.

 

Einige Kilometer weiter nehmen wir dann noch einen verloren wirkenden Anhalter mit, der sich als Russe zu erkennen gibt.

 

In Zeiten des kalten Krieges, wären diese Umstände wohl Grund genug, uns für einige Zeit einzusperren. Wer würde uns schon glauben, dass dies alles nur Zufälle sind: erst sich verfahren, dann die Forschungseinrichtung finden, hastig wenden und davon fahren, um anschliessend einen Russen per Anhalter mitzunehmen...



Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Aurelius Augustinus